Die ziemlich gute Band ® & Tinnitus-Records. Texte und Musik: Die ziemlich gute Band (c), Gabriel Thomas (c). Alle Rechte vorbehalten.
Die ziemlich gute Band heißt Die ziemlich gute Band, weil sie ziemlich gut ist. Und eine Band.
Ziemlich ist ja ein dehnbarer Begriff, insofern könnte sie auch nur mittelgut oder etwas besser als schlecht sein,
dann wäre sie immer noch ziemlich gut. Einigermaßen gut zu sein, wäre nicht nur dem Gehalt des Liedgutes abträglich,
sondern hätte auch nicht den gleichen geschmeidigen Wortklang. Und um eine sehr gute oder sogar beste Band zu sein,
müssten die Songs besser sein als nur ziemlich gut - und viel besser als einigermaßen gut.
Klar, auch eine schlechte Band könnte auf ihre Art ziemlich gut sein, und vielleicht trifft das ja auch hier zu.
Die Wahrheit liegt in diesem Fall nicht im Auge des Betrachters, sondern im Ohr des Hörers. Und wenn schon nicht die Musik,
dann sind ja vielleicht die Texte ziemlich gut - sofern floskelfrei-anspruchsvoll gut sein kann in Zeiten sinkender Aufmerksamkeitsspanne …
Beginnen wir die Vorstellung der Bandmitglieder also mit dem, der für das zuständig ist, was der Band am wichtigsten ist: dem Texter.
DER TEXTER
DER KOMPONIST
DER MUSIKER UND SÄNGER
DER PRODUZENT
DAS MÄDCHEN FÜR ALLES
Obwohl seine erste Schöpfung „Dada brabbel lalala“ nicht über den Rand seiner Wiege
hinaus bekannt wurde (außer beim Komponisten, siehe unten), gab er niemals auf.
Inzwischen zeugen einige hundert Texte von seinem unermüdlichen Drang,
Worte so zusammenzufügen, dass sie noch mehr Sinn ergeben als ebendiese erste Dichtung.
Er lernte den Texter kennen, als sich ihrer beider Mütter mit den Kinderwagen auf der Straße begegneten.
Weisere Worte als „Dada brabbel lalala“ hatte er nie zuvor gehört.
Ihm fiel dazu sofort eine hübsche Melodie ein, und ihm war klar, dass dieses Zusammentreffen
der Grundstein für eine lange musikalische Beziehung sein würde.
Ihn trafen der Texter und der Komponist eines Tages auf dem Spielplatz. Er trommelte auf Sandförmchen
und spielte Luftgitarre, ohne überhaupt zu wissen, was das war. Dazu stieß er gutturale Laute aus.
Auf Nachfrage erklärte er, dies sei Gesang. Also wurde er engagiert, so hatte man weniger Stress
im Proberaum und musste nicht durch so viele Leute teilen, sollte man eines Tages Erfolg haben.
„Ich hab‘ in meinem Leben schon etlichen Unsinn produziert. Schlimmer kann‘s nicht mehr
werden“, sagte der Produzent, als er sich dem Ansinnen von drei optisch kaum auseinanderzuhaltenden
Gesellen beugte, die eines Tages an seiner Tür um Einlass drängten. Ihren grundverschiedenen
Wesenszügen gerecht zu werden, ist ein täglicher Hochseilakt.
Okay, kein Mädchen. Und auch nicht für alles. Aber mehr als bloß ein fünftes Rad am Wagen.
Er sorgt für ausreichende Füllhöhe im Tintenfass, pfeift manchmal eine Melodie zur Inspiration des
Komponisten, passt beim Putzen auf, keine Regler am Mischpult zu verstellen …
… und räumt nach dem Spielen die Sandförmchen zurück an ihren Platz.